Anästhesie : Die Blase wurde in Steinschnittlage positioniert und eine beidseitige Pudendusblockade durchgeführt. Eine kleinere Episiotomie mit lokaler Infiltrationsanästhesie ist möglich.
Schnitt : Der Schnitt sollte erfolgen, sobald der Kopf des Kindes etwa 5–6 cm vom Damm entfernt ist. Ein zu früher Schnitt kann unnötigen Blutverlust verursachen, ein zu später Schnitt ist sinnlos.
Naht : Die Vagina wird mit zwei Fingern der linken Hand gespreizt. Der obere Rand der Inzisionswunde wird etwa 0,5 cm oberhalb der Wunde ertastet und die Naht begonnen. Zuerst werden die Vaginalschleimhaut und das Submukosagewebe an die Vaginalöffnung genäht. Anschließend wird das tiefer liegende Gewebe in zwei bis drei Schichten intermittierend vernäht. Abschließend wird die Haut mit Seide oder Catgut in fortlaufender intrakutaner Naht verschlossen. Die Naht sollte so erfolgen, dass das Gewebe ausgerichtet ist, jedoch nicht zu fest, aber auch keine Hohlräume entstehen, um Blutungen oder Hämatombildung zu vermeiden.
Warum sollte ein Dammschnitt durchgeführt werden?
Aufgrund der oft angespannten Dammregion bei Erstgebärenden ist der Geburtswiderstand höher, und es kann mitunter zu schweren Verletzungen kommen. Ein notwendiger und rechtzeitiger Dammschnitt erleichtert nicht nur die Geburt, sondern beugt auch Folgeerscheinungen wie einer durch das Trauma bedingten Beckenbodenschwäche vor. Die Schnittwunde hat saubere Ränder, lässt sich leichter verschließen als ein Riss und heilt besser. Wird die Episiotomie rechtzeitig durchgeführt, treten keine Folgeerscheinungen wie Harninkontinenz nach der Geburt auf, was sowohl für die Mutter als auch für das Kind von Vorteil ist.
Welche Art von Mutter benötigt einen Dammschnitt/eine Episiotomie?
- Bei mangelnder Elastizität des Perineums, enger Öffnung oder Entzündungen und Ödemen im Perineum ist davon auszugehen, dass es bei der Geburt des Fötus unweigerlich zu schweren Dammrissen kommen wird.
- Der Fötus ist groß, die Lage des kindlichen Kopfes ist nicht korrekt, und die Geburtskraft ist nicht stark genug, der kindliche Kopf ist im Damm eingeklemmt.
- Um die körperliche Anstrengung der Mutter zu verringern, den Geburtsvorgang zu verkürzen und die Gefährdung von Mutter und Kind zu reduzieren, ist es notwendig, einen Dammschnitt durchzuführen, wenn der kindliche Kopf in den Dammbereich eintritt.
- Die Gebärmutteröffnung ist vollständig geöffnet, der Kopf des Fötus liegt tief, aber der Fötus weist eine deutliche Hypoxie, abnorme Veränderungen der fetalen Herzfrequenz oder einen unregelmäßigen Herzschlagrhythmus auf, und das Fruchtwasser ist trüb oder mit Mekonium vermischt.
- Bei der Verwendung einer Geburtszange zur Unterstützung der Entbindung.
Wie kann man die Fertigkeiten im Bereich der Wundversorgung/Episiotomie verbessern?
Kunden können sich für den Online-Nahtworkshop anmelden. Medarchitect bietet einen Nahtsimulator für Vulva -Lazerationen/Episiotomien für viele Nahtworkshops an.

