Einführung
In unseren Nahtübungssets liefern wir üblicherweise Nahtmaterial in verschiedenen Größen, um unterschiedlichen Trainingsbedürfnissen gerecht zu werden. Aufgrund dieser Vielfalt erhalten wir häufig Fragen von Lernenden und Kunden: „Welches Nahtmaterial soll ich zum Üben verwenden? Welche Größe ist für Anfänger am besten geeignet?“
Nun wollen wir das genauer betrachten.
Gängige Nahtmaterialien und Größen
Bei der Wahl eines Nahtmaterials sind Material und Größe die beiden wichtigsten Faktoren. Unterschiedliche Materialien beeinflussen Haptik, Zugfestigkeit und Knoteneigenschaften des Nahtmaterials, während unterschiedliche Größen bestimmen, für welches Gewebe oder welchen Anwendungsfall es geeignet ist.
1. Nahtmaterialien
Gängige Nahtmaterialien sind Nylon, Seide, Polypropylen, Polyester und Polyglykolsäure (PGA). Jedes Material weist spezifische Eigenschaften auf, die seine Leistungsfähigkeit in der Praxis und im klinischen Einsatz beeinflussen:
Übersicht über Nahtmaterialien:
| Material | Resorbierbar | Struktur | Hauptmerkmale | Häufige Anwendungsgebiete | Praxisempfehlungen |
| Nylon | NEIN | Monofilament | Glatte Oberfläche, mittlere Festigkeit, bruchfest | Allgemeiner Hautverschluss | Ideal für Anfänger zum Üben des Nadelhandlings, Knotenbindens und der Spannungsregulierung. |
| Seide | NEIN | Multifilament | Weich, leicht zu knoten, benutzerfreundlich | Lehrdemonstrationen, Hautverschluss | Hervorragend geeignet für Anfänger, um verschiedene Knoten und gleichmäßige Stichabstände zu üben. |
| Polypropylen | NEIN | Monofilament | Höhere Steifigkeit, gute Elastizität, hohe Zugfestigkeit, leicht rutschige Knoten | Haut, Gefäßverschluss | Ermöglicht es den Lernenden, unterschiedliche Rückmeldungen zur Nahtspannung zu erfahren und so Nahtsituationen mit hoher Spannung zu simulieren. |
| Polyester | Ja | Geflochten | Geflochtenes Multifilament, stabile Knoten | Tiefengewebe, Muskeln | Geeignet zum Üben von Nähten an Modellen unter höherer Spannung |
| PGA (Polyglykolsäure) | Ja | Geflochten | Resorbierbares Nahtmaterial, fühlt sich ähnlich an wie klinische Tiefengewebsnähte. | Innerer Gewebeverschluss | Empfohlen für fortgeschrittene Übungen, um eine allmähliche Erweichung und Anpassungsfähigkeit zu erleben und so die Naht von innerem Gewebe zu simulieren. |
Das Verständnis von Nahtmaterialien ist unerlässlich, da unterschiedliche Materialien nicht nur die Handhabung, das Knotenverhalten und die Spannungsrückmeldung beeinflussen, sondern auch das Tragegefühl von Fäden unterschiedlicher Größe während der Übung. Daher hilft es, sich mit den Materialeigenschaften vertraut zu machen, bevor man über Nahtgrößen spricht, um die am besten geeigneten Fäden für eine effektive Übung auszuwählen. Im Folgenden betrachten wir die Unterschiede zwischen den Nahtgrößen.
Verwandter Artikel: Arten von Nahtmaterial und wie man es auswählt
2. Nahtgrößen
Aktuell basieren die Nahtgrößen im Allgemeinen auf der USP (Arzneibuch der Vereinigten Staaten) Standard, das am häufigsten verwendete Größensystem sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Ausbildung.
Wie Nahtgrößen angegeben werden
Die Art und Weise, wie Nahtgrößen nach dem USP-Standard bezeichnet werden, mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, folgt aber tatsächlich einem klaren und logischen System.
Das USP-Nahtgrößensystem kennt zwei gängige Methoden zur Größenkennzeichnung:
A. Größenangaben mit „-0“, wie z. B. 6-0, 5-0, 4-0 oder 3-0.
Je größer die Zahl vor der „-0“, desto dünner die Naht.
Notiz: Auf Übungssets für Nahttechniken findet man möglicherweise auch das X/0-Format, z. B. 1/0, 2/0. Dies entspricht X-0:
- 1/0 = 1-0
- 2/0 = 2-0
- Und so weiter.
Mit anderen Worten: Je größer die Zahl, desto dünner die Linie, was sich zunächst etwas kontraintuitiv anfühlen mag.
B. Das zweite Kennzeichnungsformat verwendet keine „-0“, sondern beispielsweise 0, 1 oder 2.
In diesem Fall gilt: Je größer die Zahl, desto dicker das Nahtmaterial. Betrachtet man beide Kennzeichnungsformate zusammen, so ändert sich die Nahtstärke stufenweise von dünn zu dick wie folgt:
- 6:0 → 5:0 → 4:0 → 3:0 → 2:0 → 0 → 1 → 2
Aufgrund dieser „Negativ-zu-Positiv“-Sequenz kann das USP-Nahtmaterial-Größensystem für Anfänger zunächst verwirrend sein.
Es ist wichtig zu beachten, dass die USP-Größenangaben den relativen Durchmesser eines Nahtmaterials angeben, nicht die exakte Millimeterangabe. Die spezifischen Durchmesserbereiche und mechanischen Eigenschaften sind in den jeweiligen USP-Monographien für jeden Nahtmaterialtyp definiert.
Wie wählt man die richtige Nahtgröße?
Die Wahl einer ungeeigneten Nahtgröße kann die Qualität des Wundverschlusses, das Nahtgefühl und die Stabilität der Technik beeinträchtigen. Bei der Auswahl der Nahtgröße sollten Sie im Allgemeinen folgende Faktoren berücksichtigen:
| Lernphase | Empfohlener Durchmesser | Gängige USP-Größen | Typische Szenarien |
| Anfänger | Medium | 3:0 | Simulierter Hautverschluss, einfache Knotentechnik |
| Dazwischenliegend | Mittelfein | 3:0, 4:0 | Modellpraxis, präzises Training zum Hautverschluss |
| Fortschrittlich | Bußgeld | 4:0, 5:0 | Feine Nahttechniken, Gesichts- oder Kindersimulation |
| Demonstration / Spannungsübung | Dick | 0, 1 | Demonstrationen zur Tiefengewebsmassage und Muskelschließung |
Zusammenfassung: Für die meisten Übungs- und Lehrsituationen sind die Nahtgrößen 3-0 und 4-0 die zuverlässigsten, effizientesten und empfehlenswertesten.
Unterschiede zwischen klinischen Nähten und Übungsnähten
1. Materielle Unterschiede
Die Übungsnähte von Medarchitect bestehen in der Regel aus Materialien, die denen klinisch verwendeter Nähte ähneln, darunter Nylon, Polypropylen, Seide und Polyester. Dadurch können Lernende während des Übens ein Gefühl und eine Spannung erleben, die klinischen Nähten sehr nahekommen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass für klinisches Nahtmaterial höhere Anforderungen gestellt werden. Neben der mechanischen Festigkeit kommt es vor allem auf Biokompatibilität, Resorptionsrate, Gewebeverträglichkeit und postoperative Sicherheit an, um eine optimale Gewebeheilung und Patientensicherheit zu gewährleisten. Daher besteht der Fokus bei Übungsnähten, obwohl sie ähnliche Materialien verwenden, primär auf dem Fertigkeitstraining und weniger auf der biomedizinischen Funktionalität.
2. Größen- und Festigkeitsunterschiede
Obwohl Übungsnähte für Lernende in verschiedenen Größen erhältlich sind, unterscheiden sie sich in Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaften von klinischen Nähten. Klinische Nähte müssen strengen USP-Tests unterzogen werden, um sicherzustellen, dass ihre Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Zuverlässigkeit den chirurgischen Anforderungen entsprechen und somit die Patientensicherheit und eine optimale Gewebeheilung gewährleisten. Übungsnähte hingegen konzentrieren sich auf die Handhabung und Knotentechnik, ohne die strengen biomechanischen und biologischen Standards klinischer Nähte erfüllen zu müssen.
3. Unterschiede in Oberfläche und Handhabung
Die Qualität von Nahtübungssets auf dem Markt kann stark variieren. Einige Anbieter, wie beispielsweise Medarchitect, bieten Sets an, die in ihrer Handhabung klinischen Nähten sehr nahekommen. Knotentechniken, Gleitverhalten des Nahtmaterials und Spannungsrückmeldung ähneln klinischen Nähten, sodass Lernende das Nähen in verschiedenen Gewebetypen realistisch üben und sowohl ihre Technik als auch ihr Tastgefühl verbessern können.
Häufig gestellte Fragen: Muss ich für Übungen echtes klinisches Nahtmaterial verwenden?
Antwort: Nicht Notwendig.
Beim Nahttraining steht die Vertrautheit mit der Nadelhandhabung, den Knotentechniken, der Nahtspannungskontrolle und der allgemeinen Handhabung im Vordergrund, nicht die Gewebeverträglichkeit oder die postoperative Wundheilung. Speziell entwickelte Übungsnähte sind daher für Lernzwecke ausreichend.
Die Nahtsets von Medarchitect verwenden beispielsweise Materialien, die klinischem Nahtmaterial ähneln, und simulieren das Gefühl und die Spannungsrückmeldung von echtem Nahtmaterial sehr genau. Dadurch können Lernende sicher, kostengünstig und wiederholt üben, ohne die Kosten und Risiken, die mit der Verwendung von echtem klinischem Nahtmaterial verbunden sind.
Zusammenfassung
Tatsächlich gibt es bei Übungsnähten keine absolut „richtige“ Wahl. Verschiedene Materialien und Größen haben jeweils ihre eigenen Eigenschaften, und Lernende können die Nähte nach ihrem persönlichen Empfinden und ihren Trainingszielen auswählen. Anfängern wird empfohlen, mit mittleren Durchmessern wie 3-0 oder 4-0 zu beginnen. Aus diesem Grund enthalten unsere Übungssets in der Regel auch eine Auswahl an Materialien und Größen.
Beim Üben empfiehlt es sich, verschiedene Nahtmaterialien auszuprobieren, um die Unterschiede in Handhabung, Spannung und Knotengefühl zu erfahren. Dieser Ansatz hilft Lernenden, Nahttechniken schneller zu erlernen und legt ein solides Fundament für die spätere klinische Praxis.
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