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Ein angehender Chirurg begibt sich auf eine Reise ins Unbekannte

Das folgende Wissen wird von einem herausragenden Chirurgen geteilt, in der Hoffnung, einigen Studenten zu helfen, die neu in der Chirurgie sind.

Warum werden Wunden genäht? Die häufigsten Gründe für das Nähen sind:

  1. Die Wunde ist zu groß, um von selbst zu heilen. Vernähen Sie die Wundränder mit Nadel und Faden, um die Wundheilung zu fördern. Für Übungszwecke empfiehlt sich ein Übungskissen mit Wunden.
  1. Um Infektionen vorzubeugen, sollte eine große, offene Wunde mit Nadeln vernäht werden, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Denn offene Wunden, insbesondere große, sind besonders anfällig für Infektionen.
  1. Durch das Vernähen von Wunden können Narben reduziert werden. Befindet sich die Verletzung im Gesicht oder an einer anderen Stelle, kann dies das Aussehen beeinträchtigen, weshalb das Vernähen der Wunde umso wichtiger ist.

 

 

Blutung nicht blindlings stoppen

Tritt während einer Operation eine Blutung auf, gerät der Chirurg oft in Panik und versucht dann meist nur noch, die Blutung zu stoppen, ohne die Gesamtsituation zu erfassen. Da die Überraschung des Chirurgen alle Beteiligten verunsichert, ist es unerlässlich, dass er ruhig und besonnen agiert. Dies ist vor der Operation zu erwarten, und eine entsprechende psychologische Vorbereitung ist wichtig.

 

  1. Beobachten Sie Atmung und Kreislauf im Hinblick auf Blutungen und Blutmenge. Bei unzureichendem Gasaustausch in der Lunge verliert das arterielle Blut seine hellrote Farbe und verfärbt sich schwarz. Bei niedrigem Blutdruck ist auch der Blutfluss aus der Arterie vermindert. Verliert das arterielle Blut seine hellrote Farbe, überprüfen Sie die Atmung. Fehlt der Blutfluss aus der Arterie, ist eine Hypotonie wahrscheinlich.
  1. Achten Sie auf die Blutungsmenge sowie den Flüssigkeits- und Bluttransfusionsbedarf. Behalten Sie die Blutungsmenge stets im Blick. Bei geringem Blutvolumen sollten Sie die Notwendigkeit von Flüssigkeits- und Bluttransfusionen prüfen. Vergessen Sie dabei nicht, dass die Urinmenge ebenso wichtig ist wie der Blutdruck.
  1. Betrachten wir die Blutgerinnungsfunktion. Da Blutungen in der Regel durch die körpereigene Gerinnungsfunktion gestoppt werden, stillt der Chirurg üblicherweise nur Blutungen aus größeren Blutgefäßen. Anhaltende Kapillarblutungen oder erneute Blutungen nach einer Blutung deuten auf eine verminderte Blutgerinnung hin. Wird die Ursache der Blutung nicht gefunden, bedeutet dies nicht, dass es keine Ursache gibt, sondern dass einige Ursachen übersehen wurden.
  1. Anämie, Hypoproteinämie. Patienten mit Blutungsneigung leiden häufig entweder an Anämie oder Hypoproteinämie, wodurch das Blut an Viskosität verliert.

Die Identifizierung blutender Gefäße

 

Je nachdem, welche Blutgefäße betroffen sind, wird die Blutung in drei Kategorien unterteilt: arterielle, venöse und kapilläre Blutungen.

 

  1. Arterielle Blutungen müssen unterbunden werden, um die Blutung zu stoppen. Das arterielle Blut ist hellrot und tritt strahlartig aus. Kleinere arterielle Blutungen können sich zwar aufgrund eines Blutgerinnsels von selbst stoppen, dennoch sollte das Gerinnsel zunächst entfernt und die Blutung anschließend unterbunden werden.
  1. Das Prinzip der Venenkompression. Venöses Blut ist dunkelviolett und sollte zunächst mit Gaze gestillt werden. Bei starkem Blutverlust sollte zunächst Druck ausgeübt und abgewartet werden, bis die Blutung nachlässt, bevor die Blutung ligiert wird. Manchmal ist die Blutmenge aus einer großen Vene jedoch vergleichbar mit der einer arteriellen Blutung, sodass die Blutung umgehend gestoppt werden muss.
  1. Kapillarblutung. Tritt eine Blutung auf, kann diese mittels Elektrohämostase oder Naht gestoppt werden. Bei großflächigen Blutungen bleibt nur die Möglichkeit, Druck auszuüben und abzuwarten, bis die körpereigene Blutstillung einsetzt. Bei zunehmender Blutungsneigung kann der Chirurg unter Umständen nichts mehr tun.
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