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30 häufig verwendete Begriffe aus der Sprachtherapie im Jahr 2025

Das Verständnis gängiger Begriffe aus der Sprachtherapie hilft Eltern, Betreuern und Patienten, Berichte, Therapiesitzungen oder professionelle Ratschläge besser zu verstehen. Dieser Leitfaden erklärt 30 häufig verwendete Begriffe in einfacher, verständlicher Sprache.

1. Artikulation – Bezeichnet, wie deutlich jemand einzelne Laute aussprechen kann. Manche Menschen verwechseln Laute oder lassen sie aus, was die Verständlichkeit von Wörtern beeinträchtigen kann. Es geht darum, wie Lippen, Zunge und Kiefer beim Sprechen zusammenarbeiten.

2. Phonologie Die Phonologie untersucht, wie Laute in einer Sprache organisiert sind. Ein Kind könnte beispielsweise „tat“ statt „cat“ sagen. Sie betrachtet Lautmuster und nicht nur die individuelle Aussprache.

3. Flüssigkeit – Wie flüssig jemand spricht, ohne unnötige Pausen, Wiederholungen oder Blockaden. Jemand kann sehr schnell oder langsam sprechen oder bei Wörtern „hängen bleiben“, was den Rhythmus und den Fluss der Rede beeinträchtigt.

4. Stottern – Ein Sprechmuster, bei dem Laute, Silben oder Wörter wiederholt oder gedehnt werden, wie zum Beispiel „tt-today“. Es handelt sich um einen häufigen Sprechunterschied, der den Rhythmus und die Flüssigkeit des Sprechens beeinträchtigt.

5. Stimmstörungen – Bezeichnet ungewöhnliche Veränderungen der Tonhöhe, Lautstärke oder Klangfarbe der Stimme, wie Heiserkeit, Behauchtheit oder plötzliche Stimmbrüche. Es beschreibt, wie die Stimme einer Person klingt, und nicht die Worte, die sie verwendet.

6. Resonanz – Beschreibt, wie die Stimme in Mund und Nase vibriert. Manche Menschen klingen nasaler oder hohler. Das beeinflusst den gesamten Tonfall und die Qualität der Sprache.

7. Aphasie – Eine Erkrankung, bei der eine Person Schwierigkeiten hat, Sprache zu verwenden oder zu verstehen, oft nach einer Hirnverletzung. Sie kann das Sprechen, Lesen, Schreiben oder das Verstehen von Wörtern beeinträchtigen.

8. Dysarthrie – Schwierigkeiten bei der Aussprache aufgrund schwacher oder unkoordinierter Muskeln in Mund, Zunge oder Rachen. Die Sprache kann undeutlich oder undeutlich klingen.

9. Sprechapraxie – Ein Zustand, in dem eine Person weiß, was sie sagen möchte, aber Schwierigkeiten hat, die Mundbewegungen zu planen, um es auszusprechen. Wörter können durcheinander oder falsch wiederholt werden.

10. Ausdruckskraft – Die Fähigkeit, Gedanken, Ideen oder Gefühle in Worte oder Gesten zu fassen. Es geht darum, wie jemand seine Ideen kommuniziert, weniger darum, zu verstehen, was andere sagen.

11. Rezeptive Sprache Die Fähigkeit, Wörter, Sätze oder Anweisungen anderer zu verstehen. Manche Kinder haben Schwierigkeiten, Anweisungen zu befolgen oder Geschichten zu verstehen. Es geht darum, wie gut eine Person gesprochene oder gebärdete Sprache versteht.

12. Pragmatik – In sozialen Situationen die Sprache angemessen zu verwenden. Dazu gehört, sich abzuwechseln, Fragen zu stellen, Kommentare abzugeben und Humor oder Sarkasmus zu verstehen. Es geht darum, in realen Gesprächen effektiv kommunizieren zu können.

13. Semantik – Die Bedeutung von Wörtern und Begriffen verstehen. Dazu gehört zu wissen, worauf sich Wörter beziehen und wie sie zueinander in Beziehung stehen, zum Beispiel zu erkennen, dass ein „Hund“ ein Tier ist und „bellen“ ein Geräusch, das es macht.

14. Syntax Die Regeln für die Anordnung von Wörtern zu Sätzen. Dazu gehört das Wissen um die korrekte Reihenfolge und Struktur, wie Subjekt-Verb-Objekt, damit Sätze klar und verständlich sind.

15. Morphologie – Wie Wörter ihre Form verändern, um Zeitform, Zahl oder Funktion auszudrücken, wie zum Beispiel „run“ zu „running“ oder „cat“ zu „cats“. Es geht darum, diese Muster in der Sprache zu verstehen und anzuwenden.

16. Phonemisches Bewusstsein Die Fähigkeit, einzelne Laute in Wörtern wahrzunehmen, zu identifizieren und mit ihnen zu spielen. Dies ist eine wichtige Fertigkeit zum Lesen- und Schreibenlernen, beispielsweise die Erkenntnis, dass „Katze“ mit dem Laut „k“ beginnt.

17. Hörverlust – Vermindertes Hörvermögen, was die Sprachentwicklung beeinträchtigen kann. Kinder sprechen möglicherweise später oder undeutlich, und Erwachsene haben unter Umständen Schwierigkeiten, Gesprächen in lauter Umgebung zu folgen.

18. Unterstützte Kommunikation (UK) – Methoden oder Hilfsmittel, die eingesetzt werden, wenn jemand Schwierigkeiten beim Sprechen hat. Beispiele hierfür sind Gebärdensprache, Bildtafeln oder Sprachausgabegeräte, die Menschen dabei helfen, ihre Bedürfnisse und Ideen auszudrücken.

19. Mundmotorik – Kontrolle und Koordination von Lippen, Zunge, Kiefer und Rachen. Diese Bewegungen beeinflussen die Deutlichkeit der Aussprache und die Art und Weise, wie jemand isst oder trinkt.

20. Schluckstörungen (Dysphagie) Schwierigkeiten beim sicheren Transport von Speisen oder Flüssigkeiten vom Mund in den Magen. Dies kann Husten, Würgen oder das Gefühl, dass die Nahrung stecken bleibt, beinhalten. Es beschreibt die Mechanismen des Schluckens und nicht die Sprache.

21. Phonologische Störung – Ein Muster von Sprechfehlern, das die Verwendung oder Kombination von Lauten betrifft. Zum Beispiel die Aussprache von „tat“ statt „cat“. Dabei liegt der Fokus auf Lautregeln und nicht auf der individuellen Aussprache.

22. Sprachverzögerung – Wenn sich die Sprachfähigkeiten eines Kindes langsamer entwickeln als erwartet. Dies kann sich in einem kleineren Wortschatz, kürzeren Sätzen oder Schwierigkeiten beim Verstehen von Anweisungen im Vergleich zu Gleichaltrigen äußern.

23. Hypernasalität – Übermäßiger nasaler Klang beim Sprechen, wodurch die Sprache „nasal“ klingt. Häufig im Zusammenhang mit einer Gaumenspalte oder anderen strukturellen Unterschieden, die den Luftstrom in Mund und Nase beeinträchtigen.

24. Auditive Verarbeitungsstörung (AVS) – Schwierigkeiten bei der Verarbeitung oder Interpretation von Geräuschen trotz normalem Hörvermögen. Kinder oder Erwachsene können Anweisungen falsch verstehen oder in lauten Umgebungen Probleme haben.

26. Gaumenspalte Eine angeborene Öffnung im Gaumen. Sie kann das Sprechen, Essen und Atmen beeinträchtigen. Der Begriff beschreibt die Struktur, nicht die Sprachfähigkeit selbst.

27. Sprachlautstörung (SSD) – Schwierigkeiten bei der korrekten Produktion oder Anordnung von Sprachlauten. Kinder können aufgrund von Aussprachefehlern oder fehlenden Lauten schwer verständlich sein.

28. Funktionale Kommunikation – Die effektive Kommunikation im Alltag durch Sprache, Gesten oder andere Methoden. Es geht darum, Bedürfnisse, Wünsche oder Ideen klar zu vermitteln.

29. Soziale Kommunikationsstörung – Schwierigkeiten bei der Anwendung von Sprache in sozialen Kontexten, wie z. B. beim Abwechseln, beim Bleiben beim Thema oder beim Verstehen nonverbaler Signale.

30. Frühintervention – Unterstützung wird angeboten, wenn frühzeitig eine Sprach- oder Sprechschwäche festgestellt wird. Ziel ist es, dem Kind zu helfen, altersgerechte Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln.

31. Behandlungsplan / Therapieziele – Die von einem Sprachtherapeuten für eine Person festgelegten spezifischen Ziele oder Fähigkeiten. Darin wird erläutert, auf welche Fähigkeiten der Fokus liegen soll und wie Fortschritte gemessen werden.

Das Verständnis dieser 30 gängigen Begriffe aus der Sprachtherapie kann die Kommunikation zwischen Fachkräften, Patienten und Angehörigen deutlich verbessern. Die Kenntnis der Fachbegriffe hilft Ihnen, Fortschritte zu verfolgen, gezielte Fragen zu stellen und das Lernen zu Hause zu unterstützen. Eltern und Angehörige können zudem interaktive Hilfsmittel wie Zahnmodelle und Sprachtherapie-Handpuppen nutzen.

Sprachtherapie-Handpuppe für Kinder

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