Fersenbluten bei Neugeborenen: Was Sie wissen müssen

Einführung

Nach der Geburt werden Babys routinemäßig untersucht, um sicherzustellen, dass sie gesund sind. Eine dieser Untersuchungen ist der Fersenstich. Dabei wird schnell und einfach eine kleine Blutprobe aus der Ferse des Neugeborenen entnommen. Auch wenn es sich beängstigend anhört, ist die Untersuchung einfach, sicher und sehr wichtig, um gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Warum nehmen Ärzte Blut aus der Ferse ab?

Die Ferse ist aus mehreren Gründen die bevorzugte Stelle für die Blutentnahme bei Neugeborenen:

  • Sichere Stelle: An den Seiten der Ferse befinden sich weniger große Blutgefäße und Nerven, was den Eingriff für das Baby sicherer und weniger schmerzhaft macht.
  • Einfacher Zugang: Die Venen von Neugeborenen sind winzig, und die Ferse bietet eine einfache Möglichkeit, ohne komplizierte Geräte eine kleine Blutprobe zu entnehmen.
  • Schnelle Heilung: Die Haut an der Ferse ist dick genug, um nach dem Einstich schnell zu heilen, wobei in der Regel keine Narbe zurückbleibt.

Kurz gesagt, die Ferse ist eine kleine, sichere und praktische Stelle zur Blutentnahme, die gleichzeitig Beschwerden und Risiken minimiert.

Warum benötigen Neugeborene einen Fersenstich?

Der Fersenstich hilft Ärzten, Erkrankungen zu diagnostizieren, die unbehandelt schwerwiegende Folgen haben können.

Beispiele hierfür sind:

  • Stoffwechselstörungen – Probleme mit der Art und Weise, wie der Körper Nahrung verarbeitet
  • Schilddrüsenprobleme – Hormone, die Wachstum und Entwicklung unterstützen
  • Blutkrankheiten – wie die Sichelzellanämie
  • Mukoviszidose – eine genetische Erkrankung, die Lunge und Verdauung betrifft
  • Galaktosämie – Schwierigkeiten bei der Verarbeitung des in der Milch enthaltenen Zuckers Galaktose.
  • Biotinidasemangel – eine seltene Stoffwechselstörung, die die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, Vitamin B7 zu verwerten
  • Schwerer kombinierter Immundefekt (SCID) – eine Erkrankung, die das Immunsystem beeinträchtigt
  • Kongenitale Nebennierenhyperplasie (CAH) – beeinflusst die Hormonproduktion und den Salzhaushalt

Diese Tests geben Ärzten die Möglichkeit, Probleme frühzeitig zu erkennen und mit der Behandlung zu beginnen, bevor sie sich verschlimmern.

Wie wird ein Heel Stick durchgeführt?

So läuft es üblicherweise ab, einfach Schritt für Schritt erklärt:

1. Reinigung der Ferse

Die Ferse des Babys wird mit einem milden Antiseptikum abgewischt, um sie sauber zu halten.

2. Einen kleinen Einstich machen

Mit einer winzigen, sterilen Lanzette wird ein kurzer Stich an der Seite der Ferse gesetzt.

3. Blutentnahme

Blutstropfen werden auf speziellem Papier oder in einem winzigen Röhrchen aufgefangen.

4. Die Blutung stoppen

Die medizinische Fachkraft drückt sanft auf die Ferse und legt einen kleinen Verband an.

Tipp: Babys beruhigen sich oft schneller, wenn sie während des Einstichs gewickelt werden, Haut an Haut gehalten werden oder einen Schnuller bekommen.

Ist es sicher?

Ja! Fersenstäbe sind sehr sicher. Wichtig zu wissen:
Es kann ein leichtes Stechen verursachen, aber das ist sehr kurz.
Die Ferse heilt normalerweise in wenigen Tagen.
- Der Eingriff sollte nur von geschulten Fachkräften durchgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Tut es weh?

Die meisten Babys weinen kurz, beruhigen sich dann aber schnell wieder.

Wird es eine Narbe hinterlassen?

Selten. Die Einstichstelle ist winzig.

- Wie oft wird das gemacht?

Nur soweit dies für Testzwecke erforderlich ist.

- Was passiert, wenn nicht genügend Blut vorhanden ist?

Manchmal ist ein zweiter Einstich erforderlich.

Lernen und Ausbildung

Medizinstudenten können Fersenstichtechniken üben an Simulationsmodell für die Fersenabformung von Neugeborenen . Diese realistischen Modelle ermöglichen das Lernen, ohne einem echten Baby Schmerzen zuzufügen, und helfen allen Beteiligten, den Eingriff besser zu verstehen.

Trainingsmodell für die Fersenstichprobe bei Neugeborenen

Abschluss

Ein Fersenstich ist eine kleine, schnelle und wichtige Untersuchung bei Neugeborenen. Er hilft, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und kann einen großen Unterschied im Leben eines Babys ausmachen. Zu wissen, was zu tun ist, gibt allen Beteiligten – Eltern, Betreuungspersonen oder einfach Interessierten an der Neugeborenenpflege – Ruhe und Sicherheit.

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