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Worin besteht der Unterschied zwischen Chirurgie und Innerer Medizin?

In der Ambulanz gibt es oft Patienten, die ins Krankenhaus kommen und nicht wissen, in welche Abteilung sie sich wenden sollen. Sie kennen den Unterschied zwischen Innerer Medizin und Chirurgie nicht. Viele Menschen verstehen diesen Unterschied nicht. Viele Freunde haben mir diese Frage schon gestellt. Manche sagen, die Innere Medizin befasse sich mit Krankheiten im Körperinneren, die Chirurgie hingegen mit Krankheiten außerhalb des Körpers. Andere meinen, Chirurgie bedeute, mit dem Skalpell zu operieren, während die Innere Medizin keine Operationen durchführe, sondern nur Medikamente verschreibe. Tatsächlich sind diese beiden Aussagen einseitig.



Der Begriff „Chirurgie“ stammt ursprünglich vom lateinischen „Chirurgia“, einer Kombination aus den griechischen Wörtern „cheri“ (Hand) und „ergon“ (Arbeit). Damals betonte die Chirurgie den Einsatz der Hände (Verbandswechsel, Operationen und Manipulation) zur Behandlung von Verletzungen und Krankheiten, um sie von der Inneren Medizin abzugrenzen, die Medikamente zur Behandlung von Krankheiten einsetzt. Die grundlegenden chirurgischen Erkrankungen lassen sich grob in sieben Kategorien einteilen.

1. Trauma: Schäden an menschlichem Gewebe, die durch Gewalt oder andere verletzungsverursachende Faktoren wie den Riss innerer Organe, Knochenbrüche usw. verursacht werden, erfordern in der Regel eine Operation oder andere chirurgische Behandlungen zur Reparatur des Gewebes und zur Wiederherstellung der Funktionen.

2. Infektion: Krankheitserreger dringen in den menschlichen Körper ein und verursachen Schäden und Zerstörung von Gewebe und Organen, Nekrosen und Abszesse. Solche Infektionen erfordern eine chirurgische Behandlung. Ein Beispiel hierfür ist die häufige gangränöse Blinddarmentzündung.

3. Tumor: Die überwiegende Mehrheit der Tumore erfordert eine operative Behandlung. Durch eine Operation bei bösartigen Tumoren kann eine vollständige Heilung erzielt, das Überleben verlängert oder die Symptome gelindert werden.

4. Deformitäten: angeborene Deformitäten, wie z. B. angeborene Herzfehler; erworbene Deformitäten, wie z. B. Narbenkontrakturen nach Verbrennungen.

5. Endokrine Dysfunktion: Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenüberfunktion.

6. Parasitenerkrankungen: Gallenwegs-Ascariasis.

7. Sonstige: Organobstruktion, wie z. B. Darmverschluss; Durchblutungsstörungen, wie z. B. Krampfadern der unteren Extremitäten; Steinbildung, wie z. B. Gallensteine ​​und Harnsteine.

Mit der Erweiterung des Spektrums der Chirurgie ist es für keinen Chirurgen möglich, alle Kenntnisse und Fertigkeiten der Chirurgie zu beherrschen. Professionelle Weiterbildung ist daher unerlässlich. Es gibt viele verschiedene chirurgische Fachrichtungen, üblicherweise nach den Organsystemen des menschlichen Körpers: Orthopädie, Urologie, Neurochirurgie (Gehirnchirurgie) und Gefäßchirurgie; nach der Lokalisation: Kopf-Hals-Chirurgie und Abdominalchirurgie; nach der Operationsmethode: Allgemeinchirurgie und Mikrochirurgie. Disziplinen, die ursprünglich zur Chirurgie gehörten, wie Geburtshilfe und Gynäkologie, Zahnmedizin, Augenheilkunde und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, haben sich im Zuge der wissenschaftlichen Entwicklung von der Chirurgie abgespalten und eigene Fachgebiete etabliert.

Die Innere Medizin unterscheidet sich von der Chirurgie durch die Anwendung nicht-chirurgischer Behandlungsmethoden. Aufgrund der Anforderungen der fachlichen Weiterentwicklung ist die Innere Medizin in verschiedene Spezialgebiete unterteilt, die sich nach verschiedenen Organsystemen richten, wie beispielsweise Pneumologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Hämatologie, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Rheumatologie und Immunologie. Darüber hinaus umfasst sie auch Infektiologie, Psychiatrie und Neurologie. Die Innere Medizin ist eine umfassende medizinische Disziplin mit einem breiten Spektrum an Fachgebieten und starker Integrität. Sie befasst sich mit der Ätiologie, Diagnose und Prävention von Erkrankungen in verschiedenen Organsystemen und Organen des menschlichen Körpers. Es ist wichtig zu betonen, dass chirurgische und internistische Erkrankungen in vielen Fällen miteinander in Beziehung stehen. Denn chirurgische Erkrankungen erfordern nicht zwangsläufig einen chirurgischen Eingriff, und manche internistischen Erkrankungen können in einem bestimmten Stadium auch operativ behandelt werden. So kann beispielsweise eine leichte Blinddarmentzündung mit Antibiotika behandelt werden, um lokale Infektionen zu lindern. Wenn Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre durch Perforation oder Blutung kompliziert werden, ist häufig ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

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