Injektion , ein einfaches Wort, ist für unzählige Menschen der Schatten ihrer Kindheit im Moment des Stiches.

Wir sind heute an die Injektionstherapie gewöhnt, die schneller wirkt als orale Medikamente. Tatsächlich hat sie jedoch eine sehr lange Entwicklungsgeschichte. Von den ersten Versuchen vor Tausenden von Jahren verlief die Entwicklung holprig. Erst vor über 70 Jahren begann man, diese Methode relativ sicher zur Behandlung von Krankheiten einzusetzen.
Als die erste Spritze im 1. Jahrhundert n. Chr. in Rom erfunden wurde, besaß sie tatsächlich keine Nadel und diente nicht der Injektion von Medikamenten. Es gab zwei Hauptverwendungszwecke für frühe Spritzen:
Eine Anwendung besteht in der Behandlung von Katarakten. Chirurgen des 9. und 13. Jahrhunderts stellten eine Spritze mit einem hohlen Glasröhrchen her, um zu versuchen, Katarakte in den Augen von Patienten durch Absaugung zu behandeln.
Die zweite und wichtigere Methode ist die Verwendung von Einlaufspritzen. Das Material früher Spritzen bestand meist aus Tierblasen. Das Prinzip war, die darmreinigende Flüssigkeit aus der Chrysantheme unter Druck einzufüllen.
Im 10. Jahrhundert stellten die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents frühe Injektionsspritzen aus Tierblasen und hohlen Vogelknochen her.
Allerdings wurde erst im 17. Jahrhundert erstmals ein intravenöser Injektionsversuch unternommen. Zu diesem Zeitpunkt besaßen die Menschen jedoch noch keine brauchbare Nadel.
Am 16. März 1656 führte Christopher Wren die erste intravenöse Injektion (IV-Injektion) in der Geschichte mit einer Tierblase und Gänsefedern durch.

Dieses Experiment wurde an Hunden durchgeführt. Um das Gänsefederröhrchen in die Vene einzuführen, durchtrennte Renn die Vene mit einem scharfen Messer von der Abbindestelle, sodass die Wunde groß genug war, um eine aus dieser Gänsefeder gefertigte Nadel aufzunehmen. Anschließend injizierte er dem Hund mithilfe einer Tierblase eine Opiumtinktur.
Dieses Experiment bewies eines: Injektionen wirken schneller. Die Injektionstherapie ist in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, doch in dieser Ära ohne Nadeln gibt es keine Methoden und keine Hilfsmittel, die unweigerlich zu Haarausfall führen.
Schließlich erfand der irische Arzt Francis Linde im Jahr 1844 die hohle Metallnadel.
1853 erfand Alexander Wood eine medizinische Injektionsspritze. Die Nadel ist so fein, dass sie die Haut durchdringen kann. Sie besteht aus einer dünnen Hohlnadel und einem Spritzenzylinder aus Metall. Damit begann das Zeitalter der Injektion mit Nadeln, und Wood gilt als Vater der modernen Spritze.
Die Injektionstherapie birgt jedoch auch neue Probleme. Die wichtigsten Problemfelder sind folgende:
Die erste Kategorie ist die Überdosis.
Damals kannte man die Dosierung von Injektionstherapien noch nicht, und die Spritze hatte keine Skala. Daher starben einige Patienten bereits im Frühstadium an einer Überdosis.
Nachdem man das Problem der Medikamentendosierung erkannt hatte, wurde 1866 die Spritze entwickelt, die für Ärzte bequemer war, um die Dosierung zu kontrollieren und Medikamentenrückstände zu beobachten.
Die zweite Kategorie ist die Kreuzinfektion.
Anfangs wurden Spritzen und Nadeln nicht gründlich desinfiziert. Man wischte die Nadeln sogar mit Alkohol ab und benutzte sie immer wieder. Dies führte zu vielen Tragödien durch Kreuzinfektionen.
Um die Sterilisation von Spritzen zu erleichtern, produzierte das Vereinigte Königreich 1946 Ganzglasspritzen, um die freie Austauschbarkeit von Injektionszylindern, Kolben und Nadeln zu gewährleisten. Dadurch können die Spritzen in großen Mengen in Einzelteilen sterilisiert werden.
Doch bis 1949 war dies nicht die sicherste Methode, bis die Ära der Einwegspritzen begann. In diesem Jahr stellte der australische Erfinder Charles Rother die weltweit erste Einwegspritze aus Kunststoff her. Seitdem ist die Injektionstherapie für die breite Öffentlichkeit zugänglich.
Zum Glück waren unsere Vorfahren klug und fleißig genug, sonst wären Injektionen nicht so einfach wie ein Piercing.

