Fast jeder von uns hat schon einmal eine Spritze bekommen oder Blut abgenommen bekommen, aber es scheint, als hätte jeder die gleichen Zweifel an dieser grundlegendsten Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahme:
„Während der Injektion bat mich die Krankenschwester, meine Faust eine Weile zu ballen und sie dann wieder zu lockern. Warum?“
„Manchmal ist nach ein paar Tagen mit den Injektionen alles wieder in Ordnung, manchmal ist die Haut aber schon nach einer einzigen Injektion mehrere Tage lang gerötet. Hängt das mit dem Qualifikationsniveau der Krankenschwestern zusammen, die die Injektionen verabreicht haben?“
"Was muss ich bei einer Injektion beachten, damit sie schnell, präzise und schmerzlos verläuft?"
Wir befragten Jenny, eine zuständige medizinische Fachkraft. Sie erklärte, dass die Venenpunktion (Injektion) zu den grundlegendsten Tätigkeiten in der Krankenpflege gehört. Für die Pflegekräfte gilt die Punktion als erfolgreich, wenn die Infusion/Blutzufuhr reibungslos und ohne Verstopfung verläuft und der Patient keine offensichtlichen Schmerzen hat.
„Im Allgemeinen bitten wir die Person, die Hand zu punktieren, wenn die Vene am Handrücken punktiert wird. Dadurch wird die Haut gestrafft und die Vene gefüllt, was die Erfolgsrate der Punktion erhöht. Nach der Punktion lässt der Punktor die Faust wieder öffnen“, erklärte sie.
Bei älteren Patienten, insbesondere übergewichtigen, sind die Blutgefäße altersbedingt oft klein, brüchig und in den Unterarmen kaum noch vorhanden, was die Punktion erschwert. Eine Faustballung führt in diesem Fall zu starker Hautspannung, die Blutgefäße werden flach, und die Nadel kann leicht in die Gefäße eindringen und subkutane Blutungen verursachen. Um dies zu vermeiden, wird die Hand des Patienten mit der linken Hand in einer Art Schale fixiert, wobei der Handrücken nach oben und die Handfläche nach außen zeigt. Durch diese Handhaltung sind die Blutgefäße auf dem Handrücken gut sichtbar und lassen sich leichter punktieren, wodurch die Schmerzen für den Patienten reduziert werden.
„Bei einigen Patienten traten nach der Venenpunktion Blutergüsse (subkutane Blutungen) um die Einstichstelle herum auf. Dies ist auf unzureichenden Druck nach der Punktion zurückzuführen.“ Sie erklärte, dass bei einer Venenpunktion im Grunde zwei „Einstichstellen“ entstehen: „Eine ist die sichtbare Einstichstelle in der Haut, die andere ist unsichtbar und durchdringt die Gefäßwand.“
Nachdem die Nadel die Haut durchdrungen hat, bewegt sie sich ein kurzes Stück parallel zur Außenseite des Blutgefäßes, bevor sie in dieses eindringt. Zwischen den beiden Einstichstellen besteht ein gewisser Abstand. Nach der Punktion fordert die Pflegekraft den Patienten auf, die Einstichstelle zu drücken. Häufig drückt der Patient jedoch nur auf die sichtbare Einstichstelle in der Haut, nicht aber auf die Einstichstelle im Blutgefäß. Daher sollte der Patient, nachdem die Pflegekraft die Nadel herausgezogen hat, den Bereich um die Einstichstelle herum auf das gesamte Blutgefäß ausdehnen.
Zudem besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Dauer des Drucks auf die Einstichstelle und dem Auftreten von subkutanen Blutergüssen. „In der klinischen Praxis dauert es mindestens fünf Minuten, die Einstichstelle nach dem Herausziehen der Nadel zu drücken. Bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen muss die Druckdauer verlängert werden.“ Sie weist darauf hin, dass Patienten nach der Venenpunktion nicht zu früh Druck ausüben sollten, da die Gefäßwand eine gewisse Zeit zur Regeneration benötigt. Wird der Arm während dieses Heilungsprozesses zu früh belastet, kann Blut aus dem verletzten Gefäß austreten, was zu subkutanen Blutergüssen und Blutergüssen führen kann. Daher sollte der Arm innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Herausziehen der Nadel nicht hängen gelassen, Gegenstände nicht gegriffen oder die Faust geballt werden, um Nachblutungen zu vermeiden.

